Pfadfinderschaft der Freien evangelischen Gemeinden

Gut Pfad!
 Biberstufe
 5 bis 7 Jahre
Wölflinge
7 bis 10 Jahre
 Jungpfadfinder
 10 bis 13 Jahre
 Pfadfinderstufe
 13 bis 17 Jahre
Rover
17 bis 25 Jahre
Altpfadfinder
25 bis 100 Jahre

Die wundervolle Geschichte der Pfadfinder in Hoerstgen

 

Seit einem guten halben Jahr sind wir in Hoerstgen als Pfadfinder unterwegs. Unsere Weihnachtsfeier hielten wir schon in unserer eigenen nagelneuen Jurte ab. Dies zeigt, wie rasant sich diese Pfadfindergeschichte entwickelte, ein Abenteuer der besonderen Art, das hier in Hoerstgen geschrieben wird. Voller überraschender Wunder, die wir bisher mit Gott erleben durften. Dieses Feedback gaben uns auch mehrere Pfadfinder aus anderen PdF-Stämmen und haben uns daher zu diesem Artikel ermutigt.
Angefangen hat die ganze Geschichte vor guten 2 Jahren, als wir uns als Gemeinde und besonders die Jungscharmitarbeiter mit diesem Thema begannen auseinanderzusetzen. Es war nicht nur so, dass die Jungschararbeit in einem recht gleichbleibenden Fahrwasser unterwegs war, sondern auch das wir als Mitarbeiter Sehnsucht hatten, unsere Arbeit mit neuen Impulsen zu versehen. Wir spürten, es ist nun die Zeit da, um Veränderungen in die Wege zu leiten. Unsere Hoffnung war es, neue Kinder (vor allem auch gemeindefremde) anzusprechen und mehr in der Natur zu arbeiten. Zudem gab es einen winzig kleinen Keim der Zuversicht in unseren Herzen, dieser schnelllebigen und technisch hoch aufgerüsteten Zeit etwas entgegenzusetzen.
Wir begannen daher, über den Zeitraum von eineinhalb Jahren mehrere Infoabende und eine Kreisjungscharschulung zu dem Thema „Pfadfinder“ abzuhalten. So konnten wir unsere Gemeinde mit ins Boot holen und bestehende Blockaden bei so manchem Gemeindemitglied abbauen.
Gleichzeitig nahm die Begeisterung bei uns Jungscharmitarbeitern zu, sodass wir uns entschlossen, nach den Sommerferien mit einer Siedlungsgründung in Hoerstgen zu starten. Die Zeit bis dahin nutzen wir zur weiteren Vorbereitung. Dabei ging wieder überraschend eine Tür auf, denn Walfried Luft (vielen noch als Jungschar- und Pfadfinderreferent im Bund FeG bekannt) bot uns an, diesen Gründungsprozess zu begleiten. So war er von da an, verlässlich und kompetent mit Rat und Tat an unserer Seite, begleitete Infoabende für Eltern und Teambesprechungen von uns. Mit der Vorfreude stieg auch die Anspannung. Für unsere Gründungsfeier direkt nach den Sommerferien konnten wir jedoch so manchen Sponsor begeistern, uns mit Materialspenden zu unterstützen. Allgemein haben wir sehr viel Wohlwollen erfahren und sind überrascht, wie offen die Gesellschaft auf Pfadfinder reagiert. Das spiegelt sich ebenfalls in den Teilnehmerzahlen wieder, von denen die meisten vorher noch keine Berührung mit unserer Gemeinde hatten. Von der Gründung an waren wir recht schnell über 30 Teilnehmer, sodass wir inzwischen sogar eine Warteliste einführen mussten, da wir noch nicht über genügend Mitarbeiter verfügen, um die Gruppe weiter aufzustocken. Außerdem gilt es immer wieder Luft zu holen und auch uns Mitarbeitern die Zeit zu lassen, um in diese neuen Aufgaben und Strukturen hineinzuwachsen.
Zu Beginn wollten wir teilweise noch unser Programm von der Jungschar nutzen, aber die neuen Möglichkeiten, die sich plötzlich auftaten, ließen uns völlig umdenken. Und somit kommen noch mehr Wunder ins Spiel, wie die Überschrift es schon andeutet.
Eine Familie stellte uns ein Grundstück am Dorfrand zur Verfügung. Es ist abgelegen und mit Bäumen umgeben. Mehrere Kletterbäume sind darunter. Als Erstes begannen die Jungpfadfinder eine Feuerstelle anzulegen, während die Wölflinge das Grundstück von Stolperfallen befreiten. Anschließend galt es, die Bäume zu bestimmen und erste Knoten zu üben. Die Älteren legten die "Messerführerscheinprüfung" ab, denn Schnitzen ist der Renner bei den Kids. Nach unserem ersten Hajk weihten wir die Feuerstelle mit einem Stockbrotessen ein.
Dann wurde es Herbst. Doch selbst in diesen regnerischen Wochen schenkte Gott uns, bei unseren Treffen, mildes und trockenes Wetter. Manchmal regnete es die ganze Woche durch, nur an "unserem Tag" schien die Sonne.
Irgendwann wurde es trotzdem zu windig und zu dunkel, um weiter auf dem Gelände zu sein.
Traurig überlegten wir, ob wir jetzt den ganzen Winter in den Räumen der Gemeinde verbringen müssen? Da brachte uns jemand aus der Gemeinde auf die Idee, bei der Stadt Kamp-Lintfort einen Projektmittelantrag zu stellen, um eine Jurte anzuschaffen. Wie jetzt schon deutlich wurde, ist dieser auch bewilligt worden. Echt krass. Nach der feierlichen Einweihung, mit positiver Resonanz in der Presse, gab es schon mehrere Lagerfeuer. Selbstverständlich mit passender Nahrung auf dem Feuer zubereitet, von Bratäpfeln über Grillwürstchen bis hin zu Marshmallows und nicht zuletzt dem typischen Pfadfindergetränk Tschai. Es ist ein tolles Gefühl mit den Kindern um das Feuer zu sitzen, Andacht zu halten und zu singen. Rückblickend können wir Gott nur Danke sagen, wie er uns in den letzten Monaten wunderbar geführt und zu allem Gelingen geschenkt hat, was wir angestoßen haben. Die begeisterten Kids mit ihren leuchtenden Augen unterstreichen das Ganze noch. Und so bleibt uns nun, Ihnen ein GUT PFAD zuzurufen und gespannt zu warten, was wir im neuen Jahr an weiteren Gottesgeschenken erleben.


Joachim Lang / Kathrin Brüggemann

 

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Unser Leitspruch

 

Denn Gott hat uns keinen Geist der Furcht gegeben, sondern sein Geist erfüllt uns mit Kraft, Liebe und Besonnenheit.

2.Timotheus 1,7